bodo berheide

galerie für intermediale zusammenarbeit

los gings bereits im jahre 1976 in der kleinen werkstatt von lothar pfennig in der marienstraße in der elberfelder nordstadt. dort fand am 18. september die erste „zusammenarbeit“ mit lothar, rainer kraft und bodo berheide statt, die dem gedanken einer intermedialen konzeption entsprach.

anfang 1977 wurde dann in der „kleinen nordstadt galerie“ in der wiesenstraße 81 das konzept einer galerie für intermediale zusammenarbeit erstellt.

bei der veranstaltung „drei tage zusammenarbeit“ wurde dieses konzept der öffentlichkeit vorgestellt. es war zum teil der schwitters`schen merzbühne entliehen, entsprach aber auch den vorstellungen der sozialen plastik von joseph beuys.

schon zu diesem zeitpunkt wurde uns klar, daß die kleine galerie in der wiesenstraße unseren anforderungen räumlich nicht genügen konnte. nach intensivem suchen stießen wir im selben jahr auf die alte fabrik in der hofaue 21 a.

bereits ende 1977 fand dort die erste ausstellung statt. unsere adresse hiess nun

nordstadt galerie kollektiv“ und das ausstellungskonzept wurde erweitert, um auch anderen künstlerinnen und künstlern die möglichkeit zu geben, sich in den galerieräumen zu präsentieren.

in den folgenden jahren fanden über 60 ausstellungen, performances und aktionen statt.

zu dieser zeit wurde die galerie von verschiedenen gruppen und initiativen genutzt, wie der männergruppe, theatergruppen, musikershops, über 150 menschen haben unsere arbeit durch den erwerb von „kreativ-aktien“ unterstützt.

die gründungsversammlung der grünen in wuppertal fand in den galerieräumen statt.

neben der arbeit in der galerie kamen zu jener zeit immer wieder die impulse zu performance- ähnlichen aktionen, die ausserhalb der galerie stattfanden. so wurden 1983 -neben den ständig in der stadt installierten „baustellen“- „musik an den mond“, „der kongress“ in schloss lüntenbeck, sowie das „u-bahn projekt“ im „exil“ inszeniert, ebenso das „grenzbaummikado“ im rahmen des „spielräume“-festivals.

im september 1985 zog das kollektiv in die selbstrenovierten räume in der berliner straße in barmen ein. wir hiessen nun „atelier- und galerie-kollektiv e.v.“.

1986 zur eröffnung gab es eine ausstellung von ute klophaus mit fotografien von joseph beuys.

das ausstellungsprogramm wurde über jahre kontinuierlich von weitgehend allen mitgliedern des kollektivs gemeinsam gestaltet. ausgestellt haben unter anderem tony cragg, wolfgang schmitz, die langheimer, takeshi kozugi, abraham david christian, jochen gerz, um nur einige zu nennen.

1993 gab das kollektiv die räume in der berliner straße auf, das konzept hatte sich überholt. wir wollten nicht länger aussteller sein und an einen festen ort gebunden.

seit dieser zeit gab und gibt es veranstaltungen an verschiedenen orten, städten und ländern.

seitdem heissen wir:

kollektiv für intermediale zusammenarbeit e.v.“.

u.a. organisieren wir veranstaltungen, symposien, konzerte und ausstellungen an verschiedenen orten. unser aktionsradius hat sich auf andere städte, länder und kontinente ausgeweitet. auch die kollektivisten leben irgendwo (auf der erde), in der schweiz, in den usa, in den neuen ländern, usw. spacemonkeys etc.

wird fortgesetzt

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